Fokus Balkan – Perspektivlosigkeit vor den Toren der EU?

Dienstag 05. Dezember 2017, 19 Uhr

in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum und dem Umweltzentrum Dresden e.V.

Fast 25 Jahre nach dem Krieg der westlichen Balkanländer sind viele Menschen zu uns nach Deutschland gekommen, um Asyl zu beantragen. Hohe Arbeitslosigkeit, mangelhafte medizinische Versorgung und eine hohe Perspektivlosigkeit in deren Heimat ließen die Asylantragszahlen in Deutschland 2015 höher schnellen als in den 90er-Jahren beim Ausbruch des Kosovokrieges.

In Zeiten, in denen die Europäische Union mit der eignen Stabilitätskrise beschäftigt ist, scheinen für die führenden Politiker*innen Nationalismus und Separatismus eine Antwort auf lähmende Wirtschafts- und Demokratiereformen und auf das lange Warten eines EU-Beitritts zu sein. Worunter die Bevölkerung eher leidet als gewinnt.

„Langfristig gibt es nur die Perspektive des Beitritts zur Europäischen Union, der Slowenien und Kroatien bereits angehören. Mit sechs Staaten schloss die EU Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen: mit Mazedonien (2004), Albanien (2009), Montenegro (2010), Serbien (2013), Bosnien-Herzegowina (2015) und mit dem Kosovo (2016). Bosnien-Herzegowina steht wie der Kosovo de facto heute unter EU-geführter internationaler Verwaltung, die Milliarden kostet, ohne dass der Geldsegen bei der Bevölkerung ankommt. Schleppender Fortschritt und die aktuelle Krise der EU dürfte die Anwärterphase der Balkanstaaten verlängern.“ Caroline Fetscher, am 02. April 2017 in DER TAGESSPIEGEL
 

Caroline Fetscher, Beiträge im DER TAGESSPIEGEL, Reporterin, Balkan-Korrespondentin und Herausgeberin von „Srebrenica. Ein Prozess – Dokumente aus dem Verfahren gegen General Radislav Krstic vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag“, (Einführung/Moderation, angefragt)

Ulla Kalbfleisch-Kottsieper, langjähriges Mitglied als Expertin des Rednerdienstes TEAM EUROPE der Europäischen Union, Vortragstätigkeiten im Rahmen des Stabilitätspaktes in verschiedenen Balkanstaaten, Aufbau eines grenzüberschreitendes Teams aus Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegovina, (Podiumsdiskussion)

 

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Seit Jahren warten die Westbalkanländer auf den EU-Beitritt. Abgeschnitten und ohne Perspektive? Bild: www.pexels.com

 

Veranstaltungsfakten

Fokus Balkan – Perspektivlosigkeit vor den Toren der EU?

05. Dezember 2017, Dienstag, 19:00 Uhr

Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Marta-Fraenkel-Saal
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
Kontakt

Europe Direct Informationszentrum  (EDIC) Dresden
Schützengasse 16 – 18
01067 Dresden

Katharina Grzesik

Tel.: 0351/4 94 33 66
Fax: 0351/4 94 34 00
E-Mail: europe_direct(at)uzdresden.de

Kooperationspartner

In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum Dresden und dem Umweltzentrum Dresden e. V.

 

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