Für ein Europa ohne Diskriminierung und Homophobie

Podiumsdiskussion im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018 Dresden und als Teil von Die Offene Gesellschaft

19. März 2018, Montag, 18 Uhr

KUNSTRAUM Dresden, Schützenplatz 1, 01067 Dresden

 
 
Podium & Gespräch

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Carolin Wiegand, Gerede e.V. Dresden (D)

Petr Kalla, Rechtsanwalt, PROUD Prag (CZ)

 

Wie ist die aktuelle Situation für LSBTI* in Europa und was sollte die EU tun, um für ein offeneres und diskriminierungsfreies Europa zu kämpfen?

Die Europäische Union ist nicht nur ein gemeinsamer Wirtschaftsraum, sondern auch ein Raum gemeinsamer Werte und des Rechts. Deshalb forciert die EU auf verschiedenen Ebenen die Rechte von LSBTI*-Personen. Dies ist angesichts der Diskriminierung und Gewalt, der sich LSBTI* in einer Vielzahl von EU-Staaten ausgesetzt sehen und der Verbrechen, die in unserer unmittelbaren Nachbarschaft begangen werden, bitter nötig.

Das Europaparlament und die Europäische Union müssen auch in Zukunft Motor für die Nichtdiskriminierung bleiben und dafür sorgen, dass die Menschenrechte von LSBTI* geschützt werden und dass dem Vormarsch homo- und transphober, minderheitenfeindlicher Parteien Einhalt geboten wird. Insbesondere die Europawahl 2019 ist von großer Bedeutung für die konkrete Lebenssituation der Menschen, besonders auch von Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen in Europa. Die Fragen im EU-Kontext konzentrierten sich u.a. auf die Einführung einer EU-weiten Roadmap für Gleichheit, den Ausbau der Antidiskriminierungspolitik, den Schutz der Menschenrechte von LSBTI*, auf Maßnahmen gegen homo- und transphobe Hassverbrechen, auf die europaweite Anerkennung neuer Familienformen, die Gewährleistung der Rechte von Trans- und Intersexuellen, die Bekämpfung von Mobbing an Schulen sowie auf das Thema Aufnahme von verfolgten Homo- und Transsexuellen und Gewährung von Asyl in der EU. Homo- und Transphobie sind trotz aller gesellschaftlichen Fortschritte weiter ein Problem in der europäischen Gesellschaft. Immer wieder kommt es zu Anfeindungen und gewalttätigen Übergriffen auf LSBTI*. Auch im Jahr der Öffnung der Ehe für alle 2017 bleibt das Thema auf europäischer Ebene höchst aktuell. Insbesondere in Ost- und Südosteuropa sind die Lebenswirklichkeiten für viele Schwule, Lesben und Transgender prekär. Nach einer Umfrage sind 6% der Europäer*innen LGBT*.

 

Der Gerede e.V. ist der Dresdner Verein für Menschen mit vielfältigen Liebes- und Lebensweisen (z.B. Lesben, Schwule, Bisexuelle und_oder Transidente sowie Inter*) sowie deren Angehörige.

PROUD ist eine tschechische Nichtregierungsorganisation, die sich für die Belange von LSBTI* in der Tschechischen Republik einsetzt.

 

*Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle

Veranstaltungsfakten

Für ein Europa ohne Diskriminierung und Homophobie

19. März 2018, Montag, 18:00 Uhr

KUNSTRAUM Dresden
Schützenplatz 1
01067 Dresden
Kontakt

Europe Direct Informationszentrum  (EDIC) Dresden
Schützengasse 16 – 18
01067 Dresden

Katharina Grzesik

Tel.: 0351/4 94 33 66
Fax: 0351/4 94 34 00
E-Mail: europe_direct(at)uzdresden.de

Kooperationspartner

In Kooperation mit dem Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden, dem Gerede e.V. Dresden (D) und PROUD Prag (CZ)

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