Länderreihe »Fokus«

Der vom EDIC Dresden organisierte Veranstaltungszyklus "Fokus" stellt Länder und Regionen vor, aus denen die in Europa, Deutschland und Dresden ankommenden Geflüchteten stammen. Damit verbunden ist neben dem aktuellen Blick auf die Fluchtrouten und widersprüchlichen Vorstellungen zu einer humanen Behandlung und gerechten Verteilung Asylsuchender in der Europäischen Union auch eine Konzentration auf die Vergangenheit dieser Länder und das alltägliche Leben dort heutzutage.

Zu Wort kommen Experten aus Kunst, Wissenschaft und Politik sowie Geflüchtete selbst, in deren eigenen Biografien sich die vielfältigen Beziehungen zwischen verschiedenen Lebenswelten zeigen. Die Vortragsabende lassen uns so über das ins Gespräch kommen, was Herkunfts- und Aufnahmeländer der Flüchtlinge auch jenseits der aktuellen Krisenbewältigung verbindet.

Die "Fokus"-Länderreihe findet in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden und dem Umweltzentrum Dresden e.V. statt. Die Veranstaltungen über Somalia und Afghanistan wurden von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius finanziell unterstützt.

 

Bisher fanden folgende Veranstaltungen im Länderreihe-Zyklus statt:

Dezember 2016 — Fokus Afghanistan – Zwischen Terror und Wiederaufbau am Hindukusch

September 2016 — Fokus Somalia – Land voller Widersprüche

März 2016 — Fokus Eritrea – Alltag unter Alleinherrschaft

Januar 2016 — Fokus Ukraine – Die Krise als Chance

Dezember 2015 — Fokus Syrien – Schmelztiegel der Religionen und Weltkulturgeschichte

 

104_1804_Afghanistan-2016-12-13_Saal.JPG
Bei der Veranstaltung "Fokus Afghanistan" im Dezember 2016 berichteten in Dresden lebende Afghan*innen über ihr Heimatland.

 

 

Jetzt mal ehrlich! Hand auf´s Herz. Wo liegt doch gleich noch mal Kosovo?

Wir fliegen grenzenlos in den Urlaub nach Mallorca, räkeln uns am Meer auf Malta, tummeln uns in Paris und London, verirren uns in Venedig, essen Gyros mit Zazicki am Strand von Korfu. Ein Bayer trägt nur Lederhos´n und geht auf die Wies´n und der Sachse verbringt das Jahr in der Gartenlaube und hört Schlager, während er die Thüringer Bratwurst wendet. Das klingt schön und der Stempel ist schnell aufgedrückt. Aber machen wir es uns nicht zu einfach?

So wie es für uns wünschenswert ist, nicht in eine Schublade gepackt zu werden, sondern mit unseren vielfältigen Interessen und unserer Kultur wahr und ernst genommen zu werden, so sollten wir uns unseren Mitmenschen öffnen.

 

eu verschw 72ppi.JPG
Wo war noch mal Mazedonien? Wie leben die Menschen dort und warum verlassen so viele ihre Heimat?

 

Sind nicht die meisten Länder, aus dem ein Großteil der in Europa, Deutschland und Dresden ankommenden Flüchtlinge stammen, verschwommene Flecken in unserer inneren geistigen Weltkarte? Uns ging es ein bisschen so. Wie heißt zum Beispiel die Hauptstadt von Eritrea? Hüstel. Äh, hm. Welche gesellschaftliche Struktur herrscht dort vor? Oder, schon gewusst? Von Syriens Hauptstadt Damaskus ist es gar nicht so weit bis nach Zypern. Die Republik Zypern liegt auf der östlichsten Insel Europas, geografisch zählt sie aber zu Asien.

 

lampedusa final72dpi.JPG
Schon mal geguckt? Wie weit vor Italien liegt überhaupt die kleine Insel Lampedusa? Seit Jahren ereignen sich hier vor der Grenze Europas dramatische Flüchtlingskatastrophen.

 

Aber nicht nur die geografischen Eckdaten interessierten uns, sondern gerade die Menschen, die zu uns gekommen sind. Welche Kulturen sind vor den Grenzen Europas beheimatet, abseits der Kriegsbilder, die uns über die Medien erreichen? Was zeichnet sie im Detail aus? Wo sind sie uns fremd, wo weniger? Denn, betrachten wir die einzelnen Kulturen genauer, sind sie reich an Leben und Lebensgeschichte(n), die es wert sind erzählt zu werden.

Viele, viele Fragen, die uns durch den Kopf gingen. Und nicht nur uns...

Gemeinsame Sache – die Stiftung Deutsches Hygiene-Museum Dresden und EDIC Dresden!

Zusammen mit der Stiftung DHMD hat das EDIC Dresden einen Veranstaltungszyklus zu den Herkunftsländer derjenigen Flüchtlinge konzipiert, die hier in Dresden angekommen sind. Wir wollen jene (Kultur-)Geschichten wissenschaftlich und bildhaft dem Dresdner Publikum erzählen und eventuelle Wissenslücken füllen. Los ging es in der "Länderreihe" mit "Fokus Syrien – Schmelztiegel der Religionen und Weltkulturgeschichte" am Donnerstag, 03.12.2015, um 19 Uhr im DHMD. Das Interesse war riesig, ganze 350 DresdnerInnen nahmen an dem Abend teil. Für Impressionen der Länderreihe I, bitte hier klicken.

 

 

 

 

 

Kontakt

Europe Direct Informationszentrum (EDIC) Dresden
Schützengasse 16 – 18
01067 Dresden

Katharina Grzesik

Tel.: 0351/4 94 33 66
Fax: 0351/4 94 34 00
E-Mail: europe_direct(at)uzdresden.de

KOOPERATIONSPARTNER

In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum Dresden und dem Umweltzentrum Dresden e. V.

 

DHMD_Logo_rot_250px-breit.gif

 

UZ-Logo-h-RGB_200px.gif

 

Die "Fokus"-Veranstaltungen über Somalia und Afghanistan wurden von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius finanziell unterstützt.

ZS_Logo_4c_250px.gif