Rückblick auf unsere Veranstaltungen im Spätsommer

In den vergangenen Wochen waren wir quer durch Sachsen unterwegs, haben mit Schulklassen gerätselt, Lehrkräfte bei der Unterrichtsgestaltung unterstützt und mit Besucher über Europa gesprochen. Ob bei einem Sommerfest, im historischen Umweltzentrum oder in der Sächsischen Staatskanzlei: Die Veranstaltungen boten ganz unterschiedliche Gelegenheiten, Europa kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wir nehmen Sie mit auf einen Rückblick und zeigen, welche Angebote es gab und wo Sie im kommenden Jahr selbst dabei sein können.

Pflanzenausgabe von BienenBrückenBauen, 29. August

Am 29. August lud unser Nachbarprojekt BienenBrückenBauen zur großen Pflanzenausgabe auf den Äußeren Matthäusfriedhof ein. Artenschutzinteressierte Dresdner:innen konnten dort kostenlos heimische Pflanzen abholen, die zuvor in der vereinseigenen Gärtnerei vorgezogen worden waren. Ausgepflanzt auf Balkonen oder in Gärten sollen sie Wildbienen und anderen Insekten zusätzliche Nektar- und Pollenquellen bieten. Ergänzt wurde die Pflanzenausgabe durch Vorträge rund um Wildbienen und Naturschutz sowie eine Führung durch die Gärtnerei.

Als eines der verschiedenen Projekte des Umweltzentrum Dresden stellten an diesem Tag auch wir als EUROPE DIRECT unsere Arbeit vor. An unserem Stand konnten sich die Besucher:innen über unsere Angebote und aktuelle europäische Themen informieren. Wer Europa lieber spielerisch entdecken wollte, konnte am Glücksrad drehen, sich an unserem Länderquiz versuchen oder beim Europapuzzle testen, wie gut die Mitgliedstaaten geografisch zugeordnet werden können.

Die Pflanzenausgabe gehört zu den wiederkehrenden Angeboten von BienenBrückenBauen. Wie bereits in den vorherigen Jahren, konnten Interessierte, die 2026 keine Pflanzen mehr reservieren konnten, auf die Warteliste für die Pflanzenausgabe im folgenden Jahr aufgenommen werden. Aktuelle Termine, Mitmachangebote und Veranstaltungen veröffentlicht das Projekt auf dessen Website und über den BBB-Newsletter.

    Tag des offenen Regierungsviertels, 13. September

    Am 6. September öffneten die Ministerien beim Tag des Offenen Regierungsviertels wieder ihre Türen rund um den Carolaplatz. Besucher:innen konnten einen Blick hinter die Kulissen der Ministerien werfen, mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und bei zahlreichen Informations- und Mitmachangeboten mehr erfahren.

    Wir waren mit EUROPE DIRECT Dresden im Europaflur der Sächsischen Staatskanzlei zu Gast. Dort präsentierten sich auch die für Europa und internationale Beziehungen zuständigen Bereiche der Staatskanzlei und die Vertretung des Freistaates Sachsen bei der Europäischen Union in Brüssel. Dass Sachsen eigene Europapolitik betreibt, hat einen ganz praktischen Grund: Viele Entscheidungen auf europäischer Ebene wirken sich unmittelbar auf den Freistaat aus. Gleichzeitig bringt Sachsen seine Interessen in europäische Entscheidungsprozesse ein. Die Staatskanzlei koordiniert dafür die Europapolitik der Staatsregierung, begleitet die Umsetzung europäischer Regelungen und möchte europäische Themen auch in Sachsen sichtbarer machen.

    An unserem Stand stellten wir den Besucher:innen unsere Arbeit als EUROPE DIRECT vor und zeigten, welche Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten es auch direkt vor Ort in Dresden gibt. Neben unseren Informationsmaterialien begeisterten besonders unsere kleinen Rätsel und das ESC-Quiz die Besucher:innen.

    Das Offene Regierungsviertel findet regelmäßig statt. Einen Rückblick auf 2026 sowie Informationen zu künftigen Terminen veröffentlicht die Sächsische Staatsregierung auf ihrer Veranstaltungsseite.

    Tag des offenen Denkmals, 13. September

    Zum Tag des offenen Denkmals öffnete zum ersten Mal auch das Umweltzentrum Dresden e.V. seine Türen. Neben Führungen durch das denkmalgeschützte Gebäude und Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Projekte des Vereins kamen wir im historischen Dachsaal über die EU im Alltag, europäische Werte und nachhaltiges Bauen ins Gespräch. Dresden und seine Umgebung zeigen, wie auch EU-Gelder Denkmäler schützen und geförderte Projekte städtischen Wandel vorantreiben.

    Der Tag des offenen Denkmals geht auf eine Initiative des französischen Kulturministers Jack Lang zurück, die 1984 in Frankreich ins Leben gerufen und ab 1991 als „European Heritage Days“ europaweit etabliert wurde. Seitdem öffnen jedes Jahr im September zahlreiche sonst nicht zugängliche Denkmale kostenlos ihre Türen und bieten besondere Veranstaltungen an.

    Das Umweltzentrum Dresden befindet sich in einem barocken Gebäudeensemble in der Wilsdruffer Vorstadt, das Ende der 1980er-Jahre vom Abriss bedroht war.
    Dank engagierter Dresdner Bürger:innen wurde das Ensemble gerettet, von 1993 bis 1997 ökologisch und denkmalgerecht saniert und dient heute als Sitz des Umweltzentrum Dresden e.V.  sowie Begegnungs-, Veranstaltungs- und Arbeitsort.

     Auch in 2027 wird es am 12. September wieder einen Tag des offenen Denkmals geben.

    „12 Uhr mittags“, 16. September

    Am 16. September lud der Landesverband Sachsen der Europa Union in Dresden zu seinem Format „12 Uhr mittags“, einem politischen Mittags-Stammtisch zu aktuellen Europathemen, angelehnt an das „Midday Briefing“ der EU-Kommission in Brüssel. Das Veranstaltungsformat richtet sich als interaktive Mittagspause insbesondere an Interessierte mit Vorkenntnissen, z.B. weil sie sich beruflich mit europäischen Themen befassen.

    Wir sprachen über das Netzwerk der EUROPE DIRECT, dessen Einbettung in die Strukturen der Europäischen Kommission und das gesamte Netzwerk der dezentralen Europa-Öffentlichkeitsarbeit der EU. Außerdem ging es um die Bedeutung von Europabildung außerhalb des Klassenzimmers: Wie europäisch ist eigentlich Sachsen, wo findet EU im Alltag in Dresden statt und wie können wir europäisch geförderte Forschung und Wissenschaft sowie Strukturförderung in Sachsen besser sichtbar machen?

    Der zweite Fokus lag auf der Einordnung der State of the Union (SOTEU) von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und was die Vorschläge der Europäischen Kommission für kommende EU-Gesetze für die Bürgerinnen und Bürger in Europa und vor Ort in Sachsen bedeutet. Hier finden Sie die Zusammenfassung der Rede.

    Das Format „12 Uhr mittags“ wird regelmäßig von der Europa Union Sachsen ausgerichtet. Die nächsten Termine finden Sie auch immer im Kalender der Europatermine.

    Europafest „WIR alle sind Europa“ – Sommerfest der EVP im Kloster Buch,
    19. September

    Beim Sommerfest des sächsischen Europaabgeordneten Oliver Schenk (EVP) im Hof des Klosters Buch bei Leisnig konnten die Besucher:innen in lockerer Atmosphäre miteinander über Europa ins Gespräch kommen. Die über 800 Jahre alte Klosteranlage bot dafür bei Bratwurst und Waffeln einen besonderen Rahmen. Verschiedene Organisationen stellten ihre Arbeit vor und luden mit Informations- und Mitmachangeboten dazu ein, sich mit europäischen Themen zu beschäftigen.

    Gemeinsam mit weiteren Akteuren bildeten auch wir mit unserem Stand einen Teil dieses vielfältigen Angebots. Kinder und Erwachsene konnten Flaggen raten und ihr Wissen über verschiedene EU-Mitgliedstaaten testen. Nebenbei entstanden immer wieder weiterführende Gespräche – etwa darüber, welche europäischen Informations-, Förder- oder Beteiligungsmöglichkeiten für Kommunen interessant sein können. Gerade die Mischung aus Familien, politisch Interessierten und kommunalen Vertreter:innen machte den Austausch für uns besonders spannend. Hier können Sie den Beitrag des MDR über die Veranstaltung ansehen.

    Europäische Union lebensnah“ – Werkstatt für Lehrkräfte, 21. September

    Europa begegnet Schüler:innen täglich in Nachrichten, sozialen Medien und im eigenen Alltag. Im Unterricht bleibt die Europäische Union dagegen schnell abstrakt und komplex. Genau hier setzt die Fortbildungsreihe „Europäische Union lebensnah“ an, die von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, den sächsischen EUROPE DIRECTs und dem Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden gemeinsam angeboten wird. Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte des Faches Gemeinschaftskunde/GRW an Gymnasien, Oberschulen und Berufsschulen und ist vom Sächsischen Kultusministerium als Lehrkräftefortbildung anerkannt.

    Bei der Dresdner Werkstatt am 21. September stand nicht ein fertiger Musterunterricht im Mittelpunkt. Stattdessen entwickelten die teilnehmenden Lehrkräfte in Kleingruppen eine eigene, lehrplanorientierte Unterrichtseinheit zur Europäischen Union, die anschließend direkt im eigenen Unterricht eingesetzt werden kann. Kurze fachliche und didaktische Inputs lieferten dafür Hintergrundwissen und methodische Anregungen. Thematisch ging es unter anderem um europäische Krisen und Sicherheit, Demokratie und Desinformation sowie um die Frage, wie sich Bezüge zur Lebenswelt von Schüler:innen herstellen lassen.

    Neben unserer Erfahrung aus der Europabildung konnten wir Materialien und Angebote einbringen, mit denen sich die EU anschaulicher und näher am Alltag junger Menschen vermitteln lässt. Eine begleitende Materialsammlung zur EU im Unterricht bündelt dafür verschiedene Angebote und enthält auch unsere persönlichen Empfehlungen. Am Ende der Fortbildung nehmen die Teilnehmer:innen damit nicht nur eine selbst erarbeitete Unterrichtseinheit, sondern auch weitere Methoden und Materialien für die eigene Unterrichtsvorbereitung mit.

    Wer den Dresdner Termin verpasst hat, kann an einem der weiteren Präsenztermine teilnehmen: am 13. November 2026 in Chemnitz, am 21. Januar 2027 in Plauen oder am 26. Februar 2027 in Leipzig. Informationen zu den Terminen und zur Anmeldung finden sich auf der Website der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

    Tag des Weimarer Dreiecks und der europäischen Sprachen in Görlitz,
    23. September

    Das Weimarer Dreieck verbindet Deutschland, Frankreich und Polen und wurde 1991 von den damaligen Außenministern der drei Länder gegründet, um die Zusammenarbeit und gemeinsame europäische Perspektiven zu stärken. Zum 35. Jahrestag lud der Verein Weimarer Dreieck in die deutsch-polnische Europastadt Görlitz/Zgorzelec ein. Im Gebäude der Hochschule Zittau/Görlitz erwartete die Besucher:innen den ganzen Tag über viele Programmpunkte. Neben interaktiven Angeboten wie Sprachkursen und Workshops gab es Lesungen, Gesprächsformate und Informationen zu Austauschprogrammen für Schulklassen und die breite Öffentlichkeit.

    Wir waren den gesamten Tag gemeinsam mit EUROPE DIRECT Chemnitz mit einem Infostand vor Ort. Dort informierten wir über unsere Arbeit und die EU. Die Schüler:innen konnten an den verschiedenen Ständen Stempel sammeln. Bei uns musste dafür erst einmal gebaut werden: aus Bierdeckeln galt es, einen mehrstöckigen Eiffelturm zu errichten. Auch zum Programm selbst steuerten wir unser Länder- und Europaquiz bei. In vier Runden mit unterschiedlichen Kategorien konnten die Teilnehmenden bei Raterunden, Schätzfragen, Bilderrätseln und Geschicklichkeitsaufgaben ihr Wissen über Deutschland, Frankreich, Polen und die Europäische Union testen und gewinnen.

    Der nächste Tag des Weimarer Dreiecks in Sachsen wird 2027 wieder in Leipzig stattfinden.

    Wer Spaß an unserem Quiz hatte, muss übrigens nicht bis zum nächsten Weimarer Dreieck warten: Wir bieten regelmäßig thematische Quizabende an – etwa rund um den Eurovision Song Contest oder im Dezember unser Weihnachtsquiz „Quizmas“. Über die nächsten Termine informieren wir in unserem Newsletter, auf Instagram und auf Facebook.